Grippeschutzimpfung: Wie sinnvoll ist sie wirklich?
Gesundheitsschutz

Grippeschutzimpfung: Wie sinnvoll ist sie wirklich?

Der Herbst steht vor der Tür und damit auch die Erkältungszeit. Jedes Jahr um diese Zeit rufen die Landesärztekammern der Bundesländer die Bürgerinnern und Bürger dazu auf, sich gegen die Influenza impfen zu lassen – und das nicht umsonst. Eine Grippeschutzimpfung kann Leben retten, denn sie schützt vor der gefährlichen Influenza. Jährlich sterben weltweit mehrere tausend Menschen an den Folgen dieser Infektionskrankheit. Dennoch ist die Impfung nicht immer ratsam. Grippeschutzimpfung oder nicht? Wir verraten Ihnen, wie sinnvoll sie wirklich ist.

Was ist eine Grippe?

Bei der Grippe, oder Influenza, handelt es sich um eine unangenehme Infektionskrankheit. Sie wird durch Viren verursacht und durch Tröpfchen übertragen. In Deutschland erkranken die meisten Menschen im Winter, während der jährlichen Grippewellen. Typische Symptome sind hohes Fieber, Reizhusten, Kopf- und Gliederschmerzen. Neben den Symptomen sind auch die Folgen der Erkrankung oft deutlich verheerender als bei einer gewöhnlichen Erkältung. Gerade bei älteren Menschen kann sie einen schweren Verlauf nehmen und im schlimmsten Fall sogar tödlich enden. Mit einer Grippe ist also grundsätzlich nicht zu spaßen.

Die Dauer der Krankheit hängt vor allem von der körperlichen Verfassung des Betroffenen ab. Menschen, die ansonsten gesund sind, genesen meist innerhalb von 14 Tagen vollständig. Die Krankheit kann sich aber auch über einen Zeitraum von mehreren Wochen ziehen, wobei die Betroffenen nicht selten von lästigem Reizhusten gequält werden. Dass sie in diesem Zeitraum nicht arbeitsfähig sind, versteht sich von selbst.

Das große Problem bei einer Influenzaerkrankung: Medikamente helfen nicht. Grippeviren können sich sehr schnell verändern und bilden häufig Resistenzen.

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Die Grippe ist eine Infektionskrankheit. Typische Symptome sind unter anderem Fieber, Reizhusten und Gliederschmerzen.

Was bewirkt die Grippeschutzimpfung?

Eine Grippeschutzimpfung enthält Virusbestandteile. Die Injektion des Impfstoffes führt zur Produktion entsprechender Antikörper. Das Immunsystem wehrt sich gegen das Virus. Dieser Prozess dauert in der Regel ungefähr zwei Wochen. Um einen ausreichenden Immunschutz aufzubauen, sollte die Impfung bereits vor der jährlichen Grippewelle durchgeführt werden. Im Anschluss an die Grippeschutzimpfung kann der Körper des Betroffenen nun auch echte Grippe-Viren abwehren. Unglücklicherweise mutieren die Grippeviren sehr schnell, wodurch der Impfschutz wieder verfällt. Die Grippeschutzimpfung muss dementsprechend jährlich wiederholt werden.

Wer sollte sich impfen lassen?

Grippeimpfung: Ja oder nein? Diese Frage lässt sich nicht pauschal beantworten. Sich jedes Jahr gegen die Grippe impfen zu lassen ist keine Pflicht, einigen Menschen wird dies aber dringendst empfohlen. Darunter in erster Linie Risikogruppen, bei denen ein schwerer Krankheitsverlauf absehbar ist. Hierzu zählen vor allem ältere und chronisch kranke Menschen sowie deren Mitbewohner. Für schwangere Frauen ist die Grippeschutzimpfung ebenfalls äußerst sinnvoll. Während einer Schwangerschaft ist das Immunsystem nämlich stark geschwächt. Die Impfung bietet nicht nur der Mutter, sondern auch dem Kind noch einige Zeit nach der Geburt einen wertvollen Schutz vor der Grippe.

Manchen Menschen wird hingegen von der Grippeschutzimpfung abgeraten. Das Immunsystem des Betroffenen muss vor dem Kontakt mit dem Impfstoff stark genug sein, um Antikörper zu bilden. Bei einer schweren Infektion oder Fieber ist dies meist nicht der Fall. Des Weiteren sollte man sich zuvor bei einem Arzt über die Inhaltsstoffe des Impfstoffes informieren, um allergische Reaktionen auszuschließen.

Grippeschutzimpfung für medizinisches Personal

Die Grippeschutzimpfung wird Menschen empfohlen, bei denen das Risiko einer Erkrankung sehr hoch ist. Zu dieser Gruppe zählt neben alten und kranken Menschen auch medizinisches und pflegerisches Personal. In medizinischen Einrichtungen ist Infektionsschutz besonders wichtig. Mitarbeitern in Pflegeheimen, Krankenhäusern und anderen Gesundheitseinrichtungen wird die jährliche Grippeschutzimpfung ausdrücklich empfohlen. Diese schützt nicht nur die Betroffenen selbst, sondern auch die Risikopatienten um sie herum. In Ergänzung zu entsprechenden Hygienemaßnahmen kann die Grippeschutzimpfung für medizinisches Personal das Risiko einer Übertragung deutlich minimieren.

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Für medizinisches Personal ist die Grippeschutzimpfung sehr sinnvoll. Sie schützt die Betroffenen selbst sowie die Patienten in ihrem Umfeld.

Nachteile der Grippeschutzimpfung

In manchen Fällen löst der Impfstoff erkältungsähnliche Beschwerden aus. Fieber und Gliederschmerzen zu ertragen, um Fieber und Gliederschmerzen zu vermeiden, scheint sinnlos. Der Schutz anderer wird dabei vor den eigenen Schutz gestellt. Zu den Nachteilen zählt außerdem die unzureichende Wirkung des Impfstoffes. Dieser bietet keinen verlässlichen Schutz vor einer Infektion, was vor allem an der ständigen Veränderung des Virus liegt. Die Zusammensetzung des Impfstoffes beruht ausschließlich auf Prognosen.

Vorteile der Grippeschutzimpfung

Für den Großteil der Bevölkerung ist das Risiko, an einer Grippe zu erkranken, ziemlich gering. Bei der Grippeschutzimpfung handelt es sich jedoch nicht ausschließlich um den Schutz des Betroffenen selbst. Der Schutz des Umfelds ist ebenso wichtig. Mit einer Grippeimpfung bewahrt man auch andere vor einer Ansteckung, wodurch eine Grippewelle minimiert und geschwächt werden kann. Die Grippeschutzimpfung hat bereits viele Erkrankungen verhindern können.

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