Ist Heuschnupfen ein Grund zur Arbeitsunfähigkeit?
Gesundheitsschutz

Ist Heuschnupfen ein Grund zur Arbeitsunfähigkeit?

Bäume, Gräser, Pollen – bei einer bestimmten Gruppe Mensch lösen diese Begriffe ein Schaudern aus. Jedes Jahr vom Frühling bis Spätsommer verschmutzen Pollen nicht nur parkende Autos, sondern lösen bei Allergikern wahre Albträume aus. Heuschnupfen zählt zu den häufigsten allergischen Erkrankungen; etwa jeder fünfte Deutsche leidet darunter. Geschwollene Augen, Atembeschwerden, entzündete Atemwege und Nasennebenhöhlen. Die Taschentücher liegen allzeit bereit.  Reichen diese Symptome zur Arbeitsunfähigkeit? Antworten und Lösungen zum gefürchteten Heuschnupfen haben wir in unserem Blog.

Volkskrankheit Heuschnupfen

Volkskrankheit Heuschnupfen: jeder Fünfte Deutsche leidet darunter. Aber ist eine Allergie Grund genug für eine Krankschreibung?

Allergie gleich Krankheit?

Ist ein Arbeitnehmer krank, ist das Prozedere in der Regel eindeutig: Wer krank ist, geht zum Arzt, lässt sich krankschreiben und kuriert sich Zuhause aus. So werden keine Kollegen angesteckt und ein kurzfristiger Ausfall ist für das Unternehmen meist zu verkraften. Doch zählt die saisonale Rhinitis, im Volksmund Heuschnupfen, überhaupt als Krankheit? Schließlich sind die Symptome mit einem gewöhnlichen Schnupfen zu vergleichen. Die Nase läuft, die Augen jucken und man fühlt sich angeschlagen. Laut Bundesarbeitsgesetz ist ein Mitarbeiter dann arbeitsunfähig, wenn ihn sein Zustand außerstande setzt, seine Arbeit zu vollbringen oder wenn er gefährdet ist, dass sich sein Zustand noch verschlechtert. Das kann auch bei vermeintlich harmlosen Erkrankungen und Allergien der Fall sein. Arbeitgeber sollten auch einen simplen Heuschnupfen also keinesfalls verharmlosen. Gerade bei Allergikern, die ihre Arbeit im Freien verrichten, kann der Arbeitseinsatz die reinste Qual bedeuten, wenn Pollen Hochsaison haben.

Was kann man gegen Heuschnupfen unternehmen?

Abnehmende Produktivität und nachlassende Leistungsfähigkeit aufgrund von Heuschnupfen veranlassen viele Arbeitgeber, ihre Beschäftigten während des Arbeitstages früher nach Hause zu schicken. Doch wie sieht es mit Krankschreibungen aus? Die Realität zeigt, dass kaum ein Arzt eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung wegen allergischen Reaktionen ausgibt. In Einzelfällen mag das oft geschehen, allerdings ist das keine Dauerlösung. Grund dafür ist die Tatsache, dass es reichlich Lösungen gibt, eine Rhinitis zu therapieren und zumindest einzudämmen. Medikamente wie Antihistaminika oder Kortisonpräparate schaffen zumindest kurzfristig Abhilfe, auch wenn beide Müdigkeit als Nebenwirkung in der Packungsbeilage führen. Was für Lösungen gibt es noch?

Hyposensibilisierung

Verschiedenste Medikamente und Therapien können im Kampf gegen Heuschnupfen helfen. Insbesondere die Hyposensibilisierung ist zwar langwierig, verspricht aber eine deutliche Besserung.

Verbesserung durch Therapie

Als Heuschnupfen bezeichnet man allergiebedingte Entzündungssymptome der oberen Atemwege. Diese entstehen, wenn das Immunsystem verstärkt auf die eigentlich vollkommen harmlosen Pollen reagiert. Um dem langfristig entgegenzuwirken, versprechen spezifische Immuntherapien mehr. Das Zauberwort lautet Hyposensibilisierung. Solche Therapien sollten unbedingt von einem Experten durchgeführt werden, etwa von einem Allergologen oder HNO-Arzt, und finden meist über einen langen Zeitraum statt – nicht selten sogar mehrere Jahre. Im wöchentlichen oder monatlichen Rhythmus werden dem Patienten nach und nach in größer werdenden Konzentrationen die Allergene zugeführt, so dass der Körper selbstständig lernt, die Auslöser zu tolerieren. Nach einer jeden Spritze bleibt der Patient in der Regel eine Stunde lang unter Aufsicht des Arztes, um bei ungewünschten Reaktionen, wie zum Beispiel bei einem allergischen Schock, Gegenmaßnahmen einzuleiten.

Betroffene können aber auch zu Hause einige Maßnahmen ergreifen, um die Beschwerden zu lindern. Wer die morgendliche Dusche auf die Abendstunden verlegt und dabei täglich die Haare wäscht, kann weitgehend pollenfrei ins Bett schlüpfen – eine wahre Wohltat für gereizte Atemwege. Während die Pollenkonzentration auf dem Land in den Morgenstunden am höchsten ist, haben Städter damit vor allem am Abend zu kämpfen. Das sollte man beim Lüften beachten. Bei der Autofahrt sind die Fenster in der Pollensaison grundsätzlich nicht zu öffnen, schließlich ist deren Konzentration in geschlossenen Räumen am niedrigsten.

Heuschnupfen oder weitere Allergien wie gegen Hausstaub, Tierhaare oder andere Unverträglichkeiten bereiten vielen Menschen im wahrsten Sinne des Wortes Kopfschmerzen. Falls Sie noch Fragen haben oder wir Ihnen zum Thema medizinischer Gesundheitsschutz Beistand leisten können, dann zögern Sie nicht uns zu kontaktieren. Einser unserer kompetenten Mitarbeiter steht gerne persönlich, per Telefon oder per Mail für Sie zu Verfügung. Wir vom medical Büro für Arbeit & Umwelt Service GmbH freuen uns, Ihnen helfen zu können!