Magendarmgrippe am Arbeitsplatz vermeiden
Gesundheitsschutz

Magendarmgrippe am Arbeitsplatz vermeiden

Im Sommer und im Winter sorgt sie dafür, dass ganze Kindertagesstätten geschlossen bleiben müssen und Unternehmen sich mit einem zeitweiligen Personalmangel konfrontiert sehen: die Magendarmgrippe. Mindestens einmal im Jahr stecken sich mehr als 20 Prozent der Deutschen mit den Erregern an und immer wieder kommt es zu regelrechten „Durchfall-Epidemien“, denen man schnell selbst zum Opfer fällt. Wir haben für Sie einige Tipps zusammengestellt, mit denen Sie dem Ausbruch der Magendarmgrippe am Arbeitsplatz vorbeugen können.

Hohe Ansteckungsgefahr

Die Magendarmgrippe zählt zu den häufigsten Infektionskrankheiten. Der Grund für die hohe Ansteckungsrate liegt vor allem bei der ausgesprochenen Aggressivität der Viren. So erkrankt man meist bereits, wenn man mit einer Person in Kontakt kommt, die den Magen-Darm-Erreger in sich trägt. Dies stellt gerade am Arbeitsplatz einen hohen Risikofaktor dar, da ein Kontakt zu Mitarbeitern oder Kunden kaum zu vermeiden ist. Zudem gilt es zu beachten, dass eine Übertragung von Keimen auch bei dem Besuch der Toilette und bei Berührung all jener Bereiche droht, die von Erkrankten angefasst wurden. Noch größer ist die Gefahr in medizinischen Einrichtungen, wo die Wartezimmer zeitweise zu regelrechten Brutstätten von Magen-Darm-Bakterien mutieren.  Besondere Vorsicht ist bei sogenannten Noroviren geboten, da diese nicht nur auf fäkal-oralem Wege übertragen werden, sondern auch via Tröpfcheninfektion. Über die Raumluft eingeatmete Viren werden verschluckt und lösen im Magen-Darm-Trakt die gefürchtete Infektion aus.

Gründliche Hygiene senkt das Ansteckungsrisiko

Eine Impfung  schützt im Falle der Magendarmgrippe nur bei einer Infektion mit Rotaviren, die vor allem bei Säuglingen und Kleinkindern auftritt und in der Regel auch nur bei dieser Zielgruppe empfohlen wird. Um einen Ausbruch der Krankheit am Arbeitsplatz zu vermeiden, müssen sorgfältige Hygienemaßnahmen oberste Priorität haben. Regelmäßiges Händewaschen ist in diesem Zusammenhang unerlässlich. Da Krankheitserreger gerade im Bereich des Gesichts – über Mund, Augen oder Nasenlöcher – schnell in den Organismus gelangen können, sollte eine Berührung dieser Körperteile mit ungewaschenen Händen unbedingt vermieden werden. Auch der Kontakt zu bereits erkrankten Personen sollte möglichst minimiert werden. In medizinischen Einrichtungen kann man zu diesem Zwecke darüber nachdenken, das Händeschütteln des Patienten zu unterlassen, was jedoch schnell als unhöflich aufgefasst werden könnte. In jedem Fall sollte die Desinfektion der Hände nach jedem Patienten erfolgen. Zudem darf nicht vergessen werden, die Praxisräume auch bei kühlen Temperaturen regelmäßig zu lüften und Türklinken zu desinfizieren. In einer gut geführten Praxis ist das Risiko, sich beim Patienten zu infizieren, so deutlich geringer, als in anderen öffentlichen Einrichtungen.

Auskurieren statt krank arbeiten

Falls Sie sich trotz aller Vorsichtsmaßnahmen einmal angesteckt haben sollten, sollten Sie auf keinen Fall zur Arbeit gehen, stattdessen einen Arzt aufsuchen und sich zu Hause auskurieren. Rund drei Viertel aller Angestellten zwingen sich dazu, trotz Krankheit zu arbeiten, obwohl diese damit nicht nur sich selbst, sondern auch ihren Kollegen schaden. Gerade in Krankenhäusern und Arztpraxen ist es unerlässlich, dass medizinische Fachangestellte gesund sind und keine Ansteckungsgefahr für die ohnehin schon angeschlagenen Patienten darstellen.

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